Schmerztherapie
Vor Beginn der Schmerztherapie erfolgt zunächst eine umfangreiche Erhebung der Anamnese in Hinblick auf Vorerkrankungen, bisher erhobene Befunde, bisherige Therapie der Schmerzen, Dauer, Art und Intensität der Schmerzen, schmerzverstärkende und schmerzreduzierende Situationen auch unter der Berücksichtigung der Lebensumstände. Im Anschluß daran findet eine genaue körperliche Untersuchung statt.

Zur systematischen Anamneseerhebung wird in der Regel ein Schmerzfragebogen verwendet, den der Patient teilweise zu Hause ausfüllen kann. Zur Quantifizierung der Schmerzintensität hat sich die sogenannte visuelle Analogskala bewährt, auf der die Schmerzintensität in Ziffern von 1 bis 10 angegeben wird. In abgewandelter Form ist diese auch bei Kindern anwendbar. Sinnvoll für das weitere Vorgehen ist auch die Beurteilung des Chronifizierungsgrades.

Meistens erhält der Patient ein sogenanntes Schmerztagebuch ausgehändigt, in dem er Schmerzintensität, Art und Dauer im Tagesverlauf dokumentiert. Häufig ergeben sich daraus neue diagnostische Aspekte. Nur die Führung eines Schmerztagebuches erlaubt die Beurteilung des Erfolges einer Schmerztherapie.


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